Gründliches Händewaschen

Die Infektion mit Viren oder Bakterien ist die häufigste Ursache für Durchfall. Die Übertragung erfolgt häufig über kontaminierte Oberflächen (Gegenstände, Lebensmittel). Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig gründlich die Hände zu waschen. Wichtig dabei: Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, benutzen Sie warmes Wasser und Seife. Und: Achten Sie auch auf die Fingerzwischenräume.

Ganz wichtig:
Waschen Sie die Hände grundsätzlich nach dem Toilettengang und vor dem Essen. Salmonellen haften häufig an Eierschalen – wer Eier angefasst hat, sollte sich also ebenfalls die Hände waschen.

Lebensmittel kühl lagern

Egal ob Geflügel, Wild oder Fisch – lagern Sie Ihre Lebensmittel kühl unter 7 Grad, also im Kühlschrank. Denn Salmonellen vermehren sich ab einer Temperatur von 10 bis 20 Grad. Die Lagerung im Kühlschrank gilt daher als effektive Prophylaxe-Maßnahme. Das gilt natürlich auch für Eier, Eierspeisen (z. B. Tiramisu) und Milchprodukte.

Wichtig: Die Kühlkette sollte nach dem Kauf im Supermarkt nicht unterbrochen werden. Nutzen Sie zum Beispiel eine Kühltasche.

Gründliches erhitzen von Lebensmitteln

Eine Lagerung von Lebensmitteln im Kühlschrank ist unverzichtbar – garantiert aber noch lange keine Freiheit von Durchfall-Erregern. Hier kommt es auch auf die richtige Zubereitung an. Geflügel sollte gut abgewaschen werden. Anschließend gilt für rohes Fleisch jeglicher Art: Braten Sie alles für mindestens 10 Minuten gut durch (nicht nur anbraten!). Ab einer Temperatur von über 70 Grad machen Sie auch den letzten Salmonellen den Garaus.

Extra-Tipp:
Weiche Eier sollten erst direkt vor dem Verzehr zubereitet werden. Dasselbe gilt für Gerichte mit Mayonnaise (z. B. Kartoffelsalat).

Schneidebretter & Co.

Grundsätzlich gilt: Verwenden Sie zum Schneiden von rohem Fleisch und von Rohkost unterschiedliche Messer und spülen Sie nach dem Gebrauch alles gründlich ab. Auch bei der Wahl des Schneidebretts ist Know-How gefragt: Holzbretter haben aufgrund der Gerbsäuren sozusagen eine integrierte, antibakterielle Beschichtung – das macht es Durchfallerregern schwer. Anders sieht es bei Plastikbrettern aus: In den Rillen setzen sich häufig Bakterien hartnäckiger fest als auf Holzbrettern. Zum direkten Vergleich: Auf Holzbrettern sorgen neue Schnitte im Holz gleichzeitig für die Freisetzung antibakteriell wirksamer Stoffe. Holzbretter können sich also in puncto Hygiene sehen lassen. Wer trotzdem lieber auf die Kunststoffvariante zurückgreift, sollte zerkratzte Bretter häufiger austauschen.

Extra-Tipp zur Pflege von Holzbrettern:
Spülen Sie diese zunächst kalt und anschließend heiß ab. Zur Reinigung in Richtung der Maserung z. B. mit Geschirrspülmittel oder Essig abbürsten.

Weiterführender Artikel: Essen bei Durchfall: Do´s und Don´ts

Lappen und Bürsten regelmäßig waschen

Auch auf Lappen und Bürsten in der Küche tummeln sich häufig jede Menge pathogene Keime. Wer einer Infektion vorbeugen möchte, nutzt kochbare Küchentücher und wäscht diese regelmäßig bei mindestens 60 Grad. Tauschen Sie Lappen und Bürsten auch regelmäßig aus.

Extra-Tipp: Geben Sie noch feuchte Küchenlappen häufiger in die Mikrowelle und lassen Sie diese 2 Minuten lang laufen. Auf diese Weise lassen sich laut Wissenschaftlern rund 99 Prozent der Krankheitserreger abtöten.