Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD)

Ursachen, Symptome, Behandlung

Eine Antibiotika-Therapie kann die Darmflora (Mikrobiom) aus dem Gleichgewicht bringen.

Während oder nach einer Antibiotika-Therapie kann es zu Durchfall kommen – zur sogenannten Antibiotika-assoziierten Diarrhö (AAD).

Bei einer AAD wirkt Perenterol® mit medizinischer Hefe Saccharomyces boulardii gegen den Durchfall und unterstützt den Darm.

Antibiotika gehören zu den großen Errungenschaften der Medizin: Sie haben die Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten revolutioniert. Doch wie alle Medikamente können auch Antibiotika Nebenwirkungen haben.


Eine häufige Nebenwirkung ist die Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD). Dabei handelt es sich um Antibiotika-bedingten Durchfall, der während einer Antibiotika-Therapie, aber auch noch Tage oder Wochen nach Beendigung der Antibiotika-Einnahme auftreten kann.


Im Folgenden erhalten Sie Antworten auf häufige Fragen zur Antibiotika-assoziierten Diarrhö: Wodurch entsteht die AAD genau – was sind die Ursachen? Welche Symptome können zusätzlich zum Symptom Durchfall auftreten? Und vor allem: Was hilft bei Antibiotika-bedingtem Durchfall?

Was ist eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö (AAD)?

Die Antibiotika-assoziierte Diarrhö ist eine häufige Nebenwirkung einer Antibiotika-Therapie.


Ärztinnen und Ärzte sprechen von Antibiotika-assoziierter Diarrhö (AAD), wenn Durchfall im zeitlichen Zusammenhang mit einer Antibiotikatherapie auftritt. Eine AAD kann bereits während der Behandlung mit Antibiotika beginnen oder erst einige Tage bis Wochen danach.

Was sind die Ursachen von Antibiotika-bedingtem Durchfall?

Antibiotika-bedingter Durchfall hängt mit der grundlegenden Wirkung von Antibiotika zusammen: Sie bekämpfen Bakterien.


Jedoch wirken Antibiotika nicht nur gegen krankmachende Keime, sondern auch gegen nützliche, verdauungsunterstützende Darmbakterien. So kann das Gleichgewicht von Darmflora und Darmfunktion ins Wanken geraten – es entsteht eine sogenannte Dysbiose (mikrobielles Ungleichgewicht im Darm).


Im Einzelnen wird Antibiotika-bedingter Durchfall durch die folgenden Vorgänge im Darm verursacht und gefördert:


Störung der Darmflora: Als unerwünschte Wirkung schädigen Antibiotika auch den Bestand nützlicher Darmbakterien, die für eine normale Darmfunktion unverzichtbar sind. Dadurch kann es im Darm insbesondere zu Störungen in der Verwertung bestimmter Kohlehydrate kommen.


Verringerte Flüssigkeitsaufnahme: Infolge des gestörten Mikrobioms kann der Darm Flüssigkeit schlechter aufnehmen. Wichtig zu wissen: Der Dickdarm spielt eine zentrale Rolle dabei, dem Nahrungsbrei Wasser zu entziehen, um den Stuhl einzudicken.


Besiedelung durch ungünstige Keime: Hat sich der Bestand darmschützender Bakterien aufgrund der Antibiotika einmal reduziert, können sich schädliche Keime vermehren, die gegen das Antibiotikum unempfindlich sind. Zu diesen „berüchtigten“ Keimen gehören das Bakterium Clostridioides difficile, das die Darmschleimhaut stark schädigen kann, sowie andere durchfallverursachende Bakterien wie die Salmonellen.

Welche Symptome treten bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö auf?

Das Hauptsymptom bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö ist ein weicher bis wässriger Stuhlgang, der mehr als drei Mal am Tag auftritt. In manchen Fällen beginnt der Durchfall bereits wenige Stunden nach Start der Antibiotika-Therapie.


Häufige weitere Beschwerden bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö sind:

  • Übelkeit

  • Appetitlosigkeit

  • Blähungen und Bauchgeräusche

Wann bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö zum Arzt?

Treten zusätzlich zum Durchfall Fieber, stärkere Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl auf, sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden. Besonders bei Säuglingen, Babys und Kleinkindern kann ein durchfallbedingter Flüssigkeitsverlust schnell gefährlich werden – bis hin zu einer lebensbedrohlichen Dehydratation. Daher sollte jeglicher Durchfall bei Kindern unter 2 Jahren ärztlich untersucht und beurteilt werden.

Wie häufig ist die AAD und wer ist besonders betroffen?

Wie hoch das Risiko für eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö ist, hängt von mehreren Faktoren ab.


Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass sogenannte Breitband-Antibiotika häufiger Antibiotika-bedingten Durchfall auslösen als Antibiotika, die gezielter auf bestimmte Bakterienarten ausgerichtet sind. Das ist logisch, wenn man bedenkt, dass Breitband-Antibiotika ein breites Spektrum an Bakterien im Körper abtöten – also auch die guten Darmbakterien.


Zusätzlich hängt das Risiko für eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom Alter der Patientin oder des Patienten.

Folglich gibt es Personengruppen, die häufiger als andere von Antibiotika-assoziierter Diarrhö betroffen sind.

Dazu gehören insbesondere:

Kinder


Das Immunsystem ist bei Kindern noch nicht vollständig ausgebildet, es befindet sich in einem „Lernmodus“. Erreger werden daher noch nicht so effektiv abgewehrt wie bei Erwachsenen. Gleichzeitig reagiert der Darm empfindlicher auf Veränderungen im bakteriellen Gleichgewicht.

Ältere Menschen


Mit zunehmendem Alter reagiert das Immunsystem in der Abwehr von Erregern langsamer. Auch Darmkeime wie Clostridioides difficile werden weniger effektiv bekämpft als bei jüngeren Menschen. Außerdem bestehen bei älteren Menschen häufig Vorerkrankungen, wodurch die Anfälligkeit für eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö zusätzlich erhöht sein kann.

Häufige Antibiotika-Einnahme


Wie hoch das Risiko für eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö ist, hängt von mehreren Faktoren ab.
Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass sogenannte Breitband-Antibiotika häufiger Antibiotika-bedingten Durchfall auslösen als Antibiotika, die gezielter auf bestimmte Bakterienarten ausgerichtet sind. Das ist logisch, wenn man bedenkt, dass Breitband-Antibiotika ein breites Spektrum an Bakterien im Körper abtöten – also auch die guten Darmbakterien.
Zusätzlich hängt das Risiko für eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö vom allgemeinen Gesundheitszustand und vom Alter der Patientin oder des Patienten. Folglich gibt es Personengruppen, die häufiger als andere von Antibiotika-assoziierter Diarrhö betroffen sind.

Wie wird eine Antibiotika-assoziierte Diarrhö behandelt?

Kommt es während einer Antibiotika-Therapie zu Durchfall und zu weiteren Magen-Darm-Beschwerden, sind Betroffene nachvollziehbarerweise zunächst verunsichert. Die Frage lautet: „Will mir mein Körper damit sagen, dass die Antibiotika keine gute Idee sind?“ Die Beschwerden können sogar dazu führen, dass eine Antibiotika-Therapie eigenständig abgebrochen oder die ärztlich verordnete Dosis reduziert wird.


Davon ist allerdings unbedingt abzuraten. Denn ein vorzeitiges Ende der Antibiotika-Therapie und eine eigenmächtige Dosisverringerung begünstigen die Entwicklung von Antibiotikaresistenzen. Fatale Folge: Die Antibiotika können dann ihre Wirkung nicht mehr voll entfalten oder verlieren diese ganz. Im schlimmsten Fall kann sich so die bakterielle Infektion, die mit den Antibiotika eigentlich zurückgedrängt werden soll, weiter ausbreiten.


Doch zum Glück gibt es effektive Möglichkeiten zur Behandlung einer Antibiotika-assoziierten Diarrhö, ohne dass dafür die Antibiotika-Therapie beendet werden muss.

Die folgenden Maßnahmen haben sich in der Behandlung von AAD bei Aufrechterhaltung der Antibiotika-Therapie bewährt:

Die in Perenterol® forte und Perenterol® Junior enthaltene medizinische Hefe Saccharomyces boulardii ist als wirksames Mittel gegen Antibiotika-bedingten Durchfall seit Langem etabliert. Als Hefe ist Saccharomyces boulardii unempfindlich gegen Antibiotika und kann daher zeitgleich mit Antibiotika eingenommen werden.


Gut zu wissen: In vielen Ländern weltweit wird Saccharomyces boulardii routinemäßig auch zur Vorbeugung der AAD eingesetzt.

Ungeeignete Durchfallmittel bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö

Sogenannte Motilitätshemmer wie Loperamid dürfen gemäß Packungsbeilage nicht eingenommen werden, wenn man an Durchfall leidet, der während oder nach der Einnahme von Antibiotika auftritt. Denn Loperamid verlangsamt die Darmbewegung, wodurch schädliche Bakterien wie Clostridioides difficile und deren Giftstoffe nicht mehr ausreichend ausgeschieden werden können. Ebenfalls von der Behandlung einer AAD ausgeschlossen ist der Wirkstoff Racecadotril.

  • Verlorene Flüssigkeit und Elektrolyte ausgleichen: Bei Durchfall verliert der Körper viel Wasser und viele Mineralien. Deshalb ist es auch bei Antibiotika-assoziierter Diarrhö sehr wichtig, ausreichend zu trinken – am besten gut über den Tag verteilt. Insbesondere wenn Kinder Durchfall haben, können spezielle Elektrolytlösungen aus der Apotheke sinnvoll werden.

  • Darmschonende Kost: Ist der Darm aus seiner Balance geraten und wird von Durchfall geplagt, ist es wichtig, ihn nicht noch durch eine herausfordernde Kost zusätzlich zu belasten. Gut verträgliche Lebensmittel sind beispielsweise Bananen und Zwieback. Mehr zu diesem wichtigen Thema lesen Sie hier: „Ernährung bei akutem Durchfall: Do’s & Don’ts“.

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