Häufig gestellte Fragen

FAQ

Perenterol® hat sich als natürliches und gut verträgliches Mittel gegen Durchfall hervorragend bewährt. Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Anwendung und Wirkweise von Perenterol®.

  1. Welche Wirkstoffe enthält Perenterol® ?

    Der Wirkstoff in Perenterol® ist die natürliche Arznei-Hefe Saccharomyces boulardii, benannt nach ihrem Entdecker, dem französischen Wissenschaftler Henri Boulard. Durch ein besonderes Herstellungsverfahren (Lyophilisierung) werden aus den Hefen wahre „Hochleistungs-Hefen“. Sie entfalten schnell ihre Wirkung und helfen so zuverlässig bei Durchfall. Da die Arznei-Hefe über verschiedene Mechanismen ihre Wirkung entfaltet, hilft sie nicht nur gegen die Symptome des akuten Durchfalls, sondern behandelt auch dessen Ursachen. Erfahren Sie hier mehr über Saccharomyces boulardii.

  2. Wie wirkt Perenterol® ?

    Saccharomyces boulardii, der natürliche und gut verträgliche Wirkstoff in Perenterol®, besitzt ein breites Wirkspektrum. Unter anderem bindet er pathogene Keime und hilft, diese aus dem Körper auszuschleusen. Darüber hinaus unterstützt S. boulardii die Regeneration der Darmflora und verhindert einen übermäßigen Flüssigkeitsverlust. Die natürliche Darmbewegung wird dabei nicht beeinträchtigt.

  3. Wirkt Perenterol® im Dünn- oder im Dickdarm?

    Perenterol® wirkt sowohl im Dünn- als auch im Dickdarm.

  4. Sind die Perenterol®-Kapseln magensaftresistent?

    Nein. Das ist aber auch nicht notwendig, denn die Arznei-Hefen in Perenterol® sind unempfindlich gegen die Magensäure.

  1. Enthält Perenterol® Gluten?

    Nein, Perenterol® ist glutenfrei.

  2. Welche Art von Gelatine enthält Perenterol® ?

    Die Kapseln Perenterol® forte enthalten Schweine-Gelatine, bei den Kapseln von Perenterol® 50 mg wird Gelatine von BSE-frei zertifizierten Rindern verwendet. Sollte die Einnahme von Produkten, die aus Schweinen gewonnen wurden, abgelehnt werden (z. B. aus religiösen Gründen), so kann die Kapsel geöffnet und nur das Pulver eingenommen werden. Oder es wird alternativ auf Perenterol® Junior zurückgegriffen. Perenterol® Junior enthält keine Gelatine.

  3. Warum enthält Perenterol® Lactose und wie viel Lactose ist enthalten?

    Lactose wird während des Herstellungsprozesses benötigt, um die Hefezellen zu stabilisieren. Allerdings ist die Menge an Lactose in Perenterol® vergleichsweise gering: Eine Kapsel Perenterol® forte enthält 32,5 mg Lactose-Monohydrat, das entspricht ca. 30 mg freier Lactose.

  4. Enthält Perenterol® Fructose?

    In Perenterol® forte 250 mg und 50 mg ist keine Fructose enthalten. Perenterol® Junior enthält Fructose. Bei einer bekannten Unverträglichkeit gegenüber Fructose sollte Perenterol® Junior daher grundsätzlich nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

  5. Enthält Perenterol® Sucrose?

    In Perenterol® forte 250 mg und Perenterol® Junior ist keine Sucrose enthalten. Perenterol® 50 mg enthält Sucrose. Bitte nehmen Sie Perenterol® 50 mg erst nach Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, wenn Ihnen bekannt ist, dass Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber Sucrose leiden.

  6. Enthält Perenterol® Hühnereiweiß?

    Perenterol® enthält kein Hühnereiweiß und kann deshalb auch von Patienten mit einer entsprechenden Allergie eingenommen werden.

  1. Wie ist Perenterol® zu dosieren?

    Hier finden Sie Hinweise zur unterschiedlichen Dosierung der Perenterol®-Präparate im Überblick:

    Name des Präparats Therapie der akuten Diarrhoe z. B. auch Antibiotika-bedingter Durchfall, und Prophylaxe* des Reisedurchfalls
    Perenterol®
    forte 250 mg
    1 – 2 x täglich 1 Kapsel
    Perenterol®
    Junior 250 mg
    1 – 2 x täglich 1 Beutel
    Perenterol®
    50 mg
    3 x täglich 2 – 3 Kapseln

    *Prophylaxe: Start 5 Tage vor der Abreise.

  2. Wie lange darf man Perenterol® einnehmen?

    Für die Einnahme von Perenterol® ist prinzipiell keine Einschränkung der Anwendungsdauer bekannt.

  3. Warum soll Perenterol® vor dem Essen eingenommen werden?

    Perenterol® soll vor dem Essen eingenommen werden, damit es schnell aus dem Magen in den Darm – wo es wirken soll – transportiert wird, und nicht erst lange mit der Nahrung im Magen verbleibt.

  4. Kann Perenterol® gleichzeitig mit anderen Arzneimitteln eingenommen werden?

    Ja. Eine Ausnahme bildet die zeitgleiche Einnahme von Perenterol® mit Antimykotika (Anti-Pilzmitteln), die oral eingenommen werden (z. B. als Tabletten). Eine äußerliche Anwendung von Antimykotika hat jedoch keinen Einfluss auf die Wirkung von Perenterol®.

  5. Warum soll Perenterol® in der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden?

    Aus der verbreiteten Anwendung von Hefe als Lebensmittel haben sich bisher keine Hinweise auf Risiken in der Schwangerschaft und während der Stillzeit ergeben. Ergebnisse experimenteller Untersuchungen für Saccharomyces boulardii liegen allerdings nicht vor, so dass das Arzneimittel in der Schwangerschaft und während der Stillzeit nicht angewendet werden sollte.

  6. Warum darf Perenterol® nicht zusammen mit Alkohol eingenommen werden?

    Sollte Perenterol® gemeinsam mit Alkohol eingenommen werden, besteht die Gefahr, dass die Wirksamkeit von Perenterol® beeinträchtigt wird. Der Grund: Die Arznei-Hefen werden bei zeitgleicher Zufuhr von Alkohol abgetötet. Ein zeitversetzter Alkoholgenuss ist möglich.

  7. Kann Perenterol® trotz einer Lactose-Intoleranz eingenommen werden?

    Das Vorliegen eines Lactase-Mangels spricht nicht gegen die Anwendung von Perenterol®. Patienten mit einem Lactase-Mangel können ausprobieren, ob sie Perenterol® vertragen.

  8. Kann Perenterol® gleichzeitig mit einem Antibiotikum eingenommen werden oder muss die Einnahme zeitversetzt erfolgen?

    Zur Behandlung von Antibiotika-assoziierter Diarrhö kann Perenterol® gleichzeitig mit dem Antibiotikum eingenommen werden.

  9. Warum kann Perenterol® parallel zur Antibiotika-Therapie eingenommen werden? Hebt das Antibiotikum nicht auch die Wirkung von Perenterol® auf?

    Die Arznei-Hefe Saccharomyces boulardii ist gegen Antibiotika „resistent“, d. h. sie wird von Antibiotika nicht abgetötet. Deshalb kann Perenterol® zusammen mit einem Antibiotikum eingenommen werden. Zum besseren Verständnis: Antibiotika wirken gezielt gegen Bakterien, so dass bakterienhaltige Präparate nicht zeitgleich während einer Antibiotika-Therapie eingenommen werden sollten. Der Wirkstoff in Perenterol® ist aber eben kein Bakterium, sondern die Arznei-Hefe Saccharomyces boulardii.

  10. Mit welchen Antibiotika darf Perenterol® eingenommen werden?

    Perenterol® kann in Kombination mit allen Antibiotika eingenommen werden.

  1. Wie lange ist Perenterol® haltbar?

    Aufgrund des speziellen Herstellungsverfahrens der Lyophilisierung besitzt Perenterol® eine lange Haltbarkeit von 3 Jahren. Verwenden Sie Perenterol® nicht nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums.

  2. Was muss beachtet werden, nachdem das Perenterol® Glasfläschchen das erste Mal geöffnet wurde?

    Das Glasfläschchen sollte wieder fest verschlossen werden, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.

  3. Wie ist Perenterol® zu lagern?

    Dank der Lyophilisierung sind die Hefezellen in Perenterol® wärmeunempfindlich. Perenterol® muss daher – anders als andere Präparate – nicht kühl gelagert werden: Die beste Voraussetzung zum Transport in der Reiseapotheke.

  4. Warum muss Perenterol® nicht gekühlt aufbewahrt werden?

    Das liegt an dem speziellen Verfahren, mit dem die Arznei-Hefen in Perenterol® konserviert werden. Dieses Herstellungsverfahren – die Lyophilisierung – ist zwar aufwendig, aber so effektiv, dass keine besonderen Hinweise für die Aufbewahrung von Perenterol® erforderlich sind.

* Anwendungsgebiete: Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen sowie bei Reisedurchfällen (Vorbeugung u. Behandlung)